14. World Peace Forum fordert internationale Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit im Interesse des Weltfriedens

05.07.2026

PEKING, 5. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Diplomaten, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger aus mehr als 80 Ländern kamen diese Woche in Peking zum 14. World Peace Forum (Weltfriedensforum) zusammen, bei dem die Rednerinnen und Redner eine stärkere internationale Zusammenarbeit forderten, um den zunehmenden geopolitischen Spannungen und den sich abzeichnenden Sicherheitsherausforderungen zu begegnen.

Unter dem Motto „Global Governance and International Security Cooperation: Integrity, Innovation, and Inclusiveness" (Globale Governance und internationale Sicherheitszusammenarbeit: Integrität, Innovation und Inklusion) brachte das Forum über 400 Teilnehmende zusammen, um Themen wie Konflikte im Nahen Osten, die Reform der globalen Governance, die Beziehungen zwischen den Großmächten sowie die sicherheitspolitischen Auswirkungen neuer Technologien wie künstlicher Intelligenz in bewaffneten Konflikten zu erörtern. Damit unterstrich das Forum seinen Fokus sowohl auf aktuelle geopolitische Spannungen als auch auf zeitgenössische Sicherheitsdilemmas.

Das Forum, das gemeinsam von der Tsinghua-Universität und dem Chinesischen Institut für Außenpolitik organisiert wird, hat sich zu einer der führenden nichtstaatlichen Plattformen Chinas für den Dialog über internationale Sicherheit entwickelt.

Der chinesische Vizepräsident Han Zheng hielt am 3. Juli bei der Eröffnungsfeier eine Grundsatzrede. Li Luming, Präsident der Tsinghua-Universität, hielt eine Begrüßungsrede. Die Zeremonie wurde von Yang Bin, dem Vizekanzler des Rates der Tsinghua-Universität und Generalsekretär des Weltfriedensforums, moderiert.

On July 3, Chinese Vice President Han Zheng attended the opening ceremony of the 14th World Peace Forum at Tsinghua University and delivered a keynote speech. Photo by Ding Lin/Xinhua News Agency.

Zu den Hauptrednern gehörten Mushahid Hussain Sayed, ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des pakistanischen Senats und ehemaliger Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des pakistanischen Senats; Kim Sung-Hwan, ehemaliger Minister für auswärtige Angelegenheiten und Handel der Republik Korea; Hina Rabbani Khar, ehemalige Außenministerin Pakistans; Abdel Elah Al Khatib, ehemaliger Außenminister Jordaniens; sowie Gareth Evans, ehemaliger Außenminister Australiens.

Als führende Plattform für den internationalen Sicherheitsdialog fördert das Weltfriedensforum das gegenseitige Verständnis und gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen. Die Betonung der gemeinsamen Verantwortung spiegelt die anhaltende Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit wider, insbesondere vor dem Hintergrund sich wandelnder globaler Machtverhältnisse.

Die Veranstaltung stieß auf großes Medieninteresse; mehr als 200 Journalistinnen und Journalisten von über 70 nationalen und internationalen Medien waren anwesend. Durch offenes und konstruktives internationales Engagement dient das Weltfriedensforum weiterhin als wichtige Plattform für die Förderung von Frieden, Stabilität und nachhaltiger Entwicklung weltweit.

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.