MÜNCHEN, 24. Juni 2026 /PRNewswire/ -- INPOW Battery, die vollständig im Besitz der GAC Group stehende Energiespeicher-Tochtergesellschaft, feierte heute auf der Intersolar Europe 2026 ihr Europa-Debüt und stellte dort die weltweit erste in Serie gefertigte 587-Ah-Semi-Solid-State-Energiespeicherzelle sowie ein flüssigkeitsgekühltes Energiespeichersystem mit 6,25 MWh für Großspeicheranwendungen vor, das auf der neuen Technologie basiert.

Die Vorstellung markiert einen wichtigen Meilenstein in der globalen Expansionsstrategie von INPOW und den Einstieg des Unternehmens in den europäischen Energiespeichermarkt.
Die neu vorgestellte 587-Ah-Semi-Solid-State-Zelle vereint die Sicherheitsvorteile der Festkörperbatterietechnologie mit der Skalierbarkeit und Kosteneffizienz, die für den kommerziellen Einsatz erforderlich sind. Durch den Einsatz eines firmeneigenen Oxid-Polymer-Verbundelektrolytsystems reduziert die Zelle den Gehalt an freiem Elektrolyt auf unter 0,01 % und verbessert dadurch das Sicherheitsverhalten deutlich, ohne die Eignung für die Massenproduktion zu beeinträchtigen. Es handelt sich um die Semi-Solid-State-Energiespeicherzelle mit der weltweit höchsten Kapazität, deren Sicherheitsprofil dem einer vollständig feststoffbasierten Batterie nahekommt.
Zum Nachweis ihrer Sicherheitsmerkmale hat die Zelle eine Reihe extremer Belastungstests erfolgreich bestanden, darunter eine Druckbelastung mit dem Zehnfachen der nationalen Norm, das Durchschneiden der gesamten Zelle, eine einstündige Einwirkung von 200 °C sowie die direkte Einwirkung von Flammen mit Temperaturen von über 1000 °C, ohne dass es zu Brand oder Explosion kam.
Auf Basis der 587-Ah-Plattform stellte INPOW zudem seine flüssigkeitsgekühlte Energiespeicherlösung mit einer Kapazität von 6,25 MWh vor, die für die Integration erneuerbarer Energien im Versorgungsmaßstab, den Netzausgleich und Anwendungen zur Langzeitspeicherung von Energie ausgelegt ist. Das System verfügt über einen dreischichtigen Sicherheitsschutz, KI-gestützte vorausschauende Diagnostik sowie eine cloudgestützte Überwachungsplattform, die potenzielle Risiken bis zu 20 Tage im Voraus erkennen und bis zu 24 Stunden vor einem Ausfall Warnungen vor thermischem Durchgehen ausgeben kann.
Im Rahmen seiner europäischen Lokalisierungsstrategie kündigte INPOW Pläne an, im Oktober 2026 ein Zentrum für Vertrieb und technischen Service in Europa einzurichten. Die in Europa ansässige Niederlassung wird europäischen Kunden technische Unterstützung vor Ort, Kundendienst, Ersatzteilversorgung und Unterstützung bei der Projektentwicklung bieten.
„Europa ist ein strategischer Markt für die globale Energiespeicherbranche und die erste Station auf dem Weg der internationalen Expansion von INPOW", sagte XU Junhai, Geschäftsleiter von INPOW Battery. „Wir verpflichten uns, unseren europäischen Partnern Sicherheitsstandards in Automobilqualität, fortschrittliche Batterietechnologie und langfristige Unterstützung vor Ort zu bieten."
Mit der Fachkompetenz der GAC Group in der Automobilfertigung im Rücken vereint INPOW Batterietechnologie in Automobilqualität, intelligente Fertigung und integrierte Energiemanagementfunktionen, um weltweit sichere, zuverlässige und nachhaltige Energiespeicherlösungen anzubieten.
Besuchen Sie INPOW auf der Intersolar Europe 2026
Halle C3 | Stand C3.350
Messe München, München, Deutschland
23.–25. Juni 2026
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Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.
Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.
Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.
Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.