PARIS, 10. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Sopra Steria veröffentlicht die erste europäische Studie zum Thema „Agentic Commerce", die auf einer exklusiven Umfrage unter 8.400 Verbrauchern in acht Ländern beruht. Der potenzielle europäische Markt hat ein Volumen von mehr als 310 Milliarden Euro – und der Wettlauf wird nicht allein durch Technologie entschieden, sondern durch Vertrauen: 41 % der Europäer vertrauen noch keinem einzelnen Anbieter, wenn es darum geht, ihnen einen Einkaufsassistenten zur Verfügung zu stellen. In diesem weitläufigen Umfeld gelten Banken nach Meinung der Verbraucher als die vertrauenswürdigsten Anbieter.

Kennzahlen:
Ein Europa mit zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, angeführt vom Norden
Das Bewusstsein für den Agentenhandel ist in ganz Europa bereits recht ausgeprägt, auch wenn es von Land zu Land erhebliche Unterschiede gibt. Mehr als die Hälfte der Europäer (55 %) gibt an, von dem Konzept gehört zu haben, wobei 13 % behaupten, es gut zu kennen. Nordeuropa gibt den Ton an: Der Bekanntheitsgrad liegt in Norwegen bei 76 % und in den Niederlanden bei 68 %, verglichen mit 61 % in Deutschland und 58 % in Großbritannien. Mehrere Märkte in Südeuropa sowie Frankreich (38 %) und Belgien (44 %) liegen weiterhin deutlich zurück.
Online-Shopping hat sich mittlerweile auf dem gesamten Kontinent fest etabliert – nur 2 % der europäischen Befragten geben an, niemals online einzukaufen –, wobei die Häufigkeit variiert: 36 % der Deutschen kaufen mindestens einmal wöchentlich online ein, gegenüber 19 % der französischen Verbraucher. In reiferen Märkten dürften sich KI-gestützte Innovationen schneller durchsetzen, da sie auf bereits fest verankerten Gewohnheiten aufbauen.
KI ist als Entscheidungshilfe attraktiv – doch die Europäer zögern noch, die Verantwortung aus der Hand zu geben
Für europäische Verbraucher wird KI in erster Linie als Hilfsmittel angesehen, das sie dabei unterstützt, bessere Entscheidungen zu treffen: 31 % möchten, dass sie ihnen hilft, klügere Entscheidungen zu treffen, 23 % wollen Zeit sparen und 22 % möchten ihre Ausgaben im Griff behalten. Diese Erwartung ist besonders stark ausgeprägt in Frankreich und Italien, wo KI in erster Linie als Mittel zur Erzielung besserer Kompromisse angesehen wird; in Deutschland wird sie hingegen stärker mit Effizienz und Schnelligkeit in Verbindung gebracht. Gut jeder fünfte Europäer (21 %) sieht jedoch noch keinen konkreten Nutzen.
Bereitschaft, Aufgaben zu delegieren […]
Klicken Sie hier, um mehr zu lesen.
Logo – https://mma.prnewswire.com/media/1861938/5489184/Sopra_Steria_Logo.jpg
Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.
Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.
Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.
Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.