Mobiltechnologien trugen im Jahr 2025 240 Milliarden US-Dollar zur Wirtschaft Afrikas bei, während der Kontinent in eine neue Phase der digitalen Transformation eintritt

17.06.2026

Neuer GSMA-Bericht zeigt, wie KI, digitale Dienste und Mobilfunkkonnektivität das Wirtschaftswachstum in ganz Afrika vorantreiben, während Erschwinglichkeit nach wie vor ein wesentliches Hindernis für digitale Teilhabe darstellt

LONDON, 17. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Laut dem Bericht Mobile Economy Africa 2026 der GSMA trugen Mobiltechnologien und -dienste im Jahr 2025 240 Milliarden US-Dollar zur Wirtschaft Afrikas bei. Dies entspricht 7,8 % des BIP. Der Sektor sicherte zudem rund 13 Millionen Arbeitsplätze und generierte Staatseinnahmen in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar, was die wachsende Bedeutung der Mobilfunkkonnektivität für Wirtschaftswachstum, Innovation und digitale Transformation auf dem gesamten Kontinent unterstreicht.

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Dem Bericht zufolge tritt die afrikanische Mobilfunkbranche in eine neue Entwicklungsphase ein. Nachdem die Netzbetreiber das letzte Jahrzehnt damit verbracht haben, die Netzabdeckung auszubauen, konzentrieren sie sich nun zunehmend darauf, den vollen Wert digitaler Netze für Verbraucher, Unternehmen und Behörden zu erschließen. Auf dem gesamten Kontinent entwickeln sich die Betreiber über ihre traditionelle Rolle als Konnektivitätsanbieter hinaus zu Partnern für die digitale Transformation, indem sie künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, digitale Dienste ausbauen und Entwicklern über standardisierte APIs Netzfunktionen zur Verfügung stellen. Laut einer Studie von GSMA Intelligence bezeichnen 79 % der Netzbetreiber in Afrika die Rolle als Partner für die digitale Transformation als vorrangiges Unternehmensziel.

Bis 2030 werden Mobiltechnologien und -dienste voraussichtlich 290 Milliarden US-Dollar zur Wirtschaft Afrikas beitragen, da die digitale Nutzung zunimmt und Konnektivität Produktivität, Innovation sowie wirtschaftliche Entwicklung in der gesamten Region weiterhin unterstützt. Heute besteht Afrikas digitale Herausforderung nicht mehr nur darin, die Netzabdeckung auszubauen, sondern sicherzustellen, dass Menschen, Unternehmen und Behörden die bereits vorhandene Konnektivität in vollem Umfang nutzen können.

Vivek Badrinath, Generaldirektor der GSMA, sagte: „Die afrikanische Mobilfunkbranche tritt in eine neue Entwicklungsphase ein. Nachdem in den letzten zehn Jahren Millionen von Menschen und Unternehmen miteinander vernetzt wurden, verlagert sich der Fokus zunehmend darauf, durch KI, digitale Dienste und neue Innovationsformen einen größeren Mehrwert zu erschließen. Um dieses Potenzial zu realisieren, sind weitere Investitionen, innovationsfördernde politische Maßnahmen und ein gemeinsames Engagement erforderlich, damit alle von den Möglichkeiten profitieren können, die digitale Technologien bieten. Wir rufen außerdem die breitere Technologielieferkette – einschließlich der Hersteller von Komponenten, ohne die Geräte nicht möglich wären – dazu auf, sich bewusst zu machen, wie eng ihr eigener Erfolg mit einer vernetzten Welt verbunden ist, und sich uns anzuschließen, um die Nutzungslücke zu schließen sowie diese Welt für alle zugänglicher und erschwinglicher zu machen."

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung der GSMA.

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Technische Berufe im Fokus: Sachsen kämpft um den Berufsnachwuchs

15.06.2026

In Sachsen bleiben trotz anhaltend hoher Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mehr als 8.000 Lehrstellen unbesetzt. Besonders das Handwerk und technische Berufe stehen unter Druck, geeigneten Nachwuchs zu finden. Das sächsische Wirtschaftsministerium reagiert mit einer Offensive für Ausbildung und Qualifikation und nimmt dabei gezielt das Handwerk in den Blick.

„Eine gute Ausbildung eröffnet jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt klar: Viele Leistungen im Handwerk lassen sich nicht einfach automatisieren“, sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Künstliche Intelligenz könne weder Kabelbäume binden noch Gebäudetechnik installieren oder Industrieanlagen warten, betonte der Minister. Ziel sei es, für angehende Fachkräfte die „besten Bedingungen für Ausbildung und Aufstieg“ im Freistaat zu schaffen.

Allein im Handwerk wird in Sachsen in rund 130 Berufen ausgebildet. Der Bedarf ist groß, insbesondere in technischen und handwerklichen Bereichen. „Wer dort einsteigt, kann großartig Karriere machen“, wirbt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Unternehmen im Freistaat melden seit Jahren einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Kräften – zugleich bleibt ein erheblicher Teil der angebotenen Lehrstellen unbesetzt.

Politik und Handwerk wollen deshalb auch früher ansetzen und die Berufsorientierung an Schulen stärken. Dittrich berät dazu gemeinsam mit der Chemnitzer Fleischermeisterin und Bundestagsabgeordneten Nora Seitz (CDU) sowie Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU), wie Jugendliche stärker für eine berufliche Laufbahn im Handwerk gewonnen werden können. Wirtschaftsminister Panter will sich zudem vor Ort ein Bild von moderner Ausbildung und Aufstiegschancen machen – unter anderem im Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig und beim Handwerksunternehmen Elektro-Anlagenbau Rübner GmbH & Co. KG.