Die Oman Investment Authority vermeldet einen Gewinn von 7,8 Mrd. USD und ist weltweit führend bei der Wertentwicklung an den öffentlichen Märkten
MUSCAT, Oman, 18. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die Oman Investment Authority, der Staatsfonds des Sultanats Oman, hat ihre bislang stärkste Jahresperformance vermeldet: Im Jahr 2025 erzielte sie einen Gewinn von rund 7,8 Mrd. USD und eine Kapitalrendite von 14,6 Prozent, womit sie zu den weltweit leistungsstärksten staatlichen Investoren zählt.

Laut SWF Global belegte die OIA im Jahr 2025 weltweit den dritten Platz unter den Staatsfonds hinsichtlich der Kapitalrendite und den ersten Platz hinsichtlich der Renditen an den öffentlichen Märkten. Diese Performance stärkt Omans Position in der globalen Landschaft staatlicher Investitionen, in der Fonds aus der Golfregion eine zunehmend einflussreiche Rolle in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur, Energiewende, Logistik, Technologie und strategische Industriezweige spielen.
Das Vermögen der OIA belief sich Ende 2025 auf rund 60 Mrd. USD. Kumulativ betrachtet war jeder Dollar, den die Behörde im Jahr 2020 hielt, bis Ende 2025 um etwa 73 Prozent gewachsen, was die Wertsteigerung im gesamten Portfolio widerspiegelt.
Während die weltweit größten Staatsfonds häufig nach ihrer Größe beurteilt werden, ordnen die Ergebnisse der OIA für 2025 diesen Fonds einer anderen Kategorie zu: einem staatlichen Investor, der aufgrund seiner Performance, seiner Unternehmensführung und seiner Renditen an den öffentlichen Märkten Aufmerksamkeit erregt.
Die Authority übertraf zudem ihre genehmigten jährlichen Leistungsindikatoren um 105 Prozent, was auf ein diszipliniertes Vermögensmanagement, höhere Renditen auf den öffentlichen Märkten sowie die Umstrukturierung staatlicher Vermögenswerte zu stärker wirtschaftlich ausgerichteten Unternehmen zurückzuführen ist.
Die Ergebnisse der OIA für das Jahr 2025 fallen zu einer Zeit, in der Oman bestrebt ist, seine wirtschaftliche Position über den Bereich der Kohlenwasserstoffe hinaus zu stärken und seine Rolle im internationalen Kapitalverkehr auszubauen. Der Fonds zog im Laufe des Jahres ausländische Direktinvestitionen in Höhe von rund 4,1 Mrd. USD an und festigte damit seine Rolle als Drehscheibe für globales Kapital in Omans Schwerpunktsektoren.
Ein wichtiger Bestandteil der Strategie für 2025 ist die Umgestaltung des Portfolios. Seit der Übernahme einer Reihe staatlicher Unternehmen im Jahr 2020 hat die OIA daran gearbeitet, die operative und finanzielle Leistungsfähigkeit ihres gesamten Portfolios zu stärken, die Rentabilität zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Diese Umstrukturierungsmaßnahmen trugen dazu bei, dass mehrere Portfoliounternehmen wieder in die Gewinnzone zurückkehrten, verbesserten die Qualität der Vermögenswerte und unterstützten das Veräußerungsprogramm der Behörde. Die OIA hat zudem Schulden ihrer Tochtergesellschaften in Höhe von rund 2,4 Mrd. USD getilgt, wodurch die Bilanzen weiter gestärkt und die Umstellung auf stärker wirtschaftlich orientierte Modelle unterstützt wurden. Das im Jahr 2022 mit dem Ziel ins Leben gerufene Veräußerungsprogramm, Kapital freizusetzen und die Rendite zu maximieren, hatte bis Ende 2025 24 Veräußerungen abgeschlossen und dabei mehr als 7,3 Mrd. USD für Reinvestitionen in neue Chancen generiert.
Heute erstreckt sich das Portfolio der OIA über mehr als 52 Länder, was eine Strategie widerspiegelt, die darauf abzielt, das Engagement im Inland durch globale Diversifizierung auszugleichen. Fast zwei Drittel der Investitionen entfallen auf Oman, während der Rest des Portfolios auf wichtige internationale Märkte verteilt ist, darunter 19 Prozent in Nordamerika, 9 Prozent in Europa, 4 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 7 Prozent in anderen globalen Märkten.
Die Performance der OIA im Jahr 2025 spiegelt zudem eine allgemeine Stärkung der Unternehmensführung und Transparenz im Zusammenhang mit den staatlichen Vermögenswerten Omans wider. Internationale Institutionen, darunter die Weltbank, haben Omans Fortschritte bei der Verbesserung der Führung und Aufsicht staatlicher Unternehmen gewürdigt, während der OIA unter den Staatsfonds den dritten Platz belegte. Für internationale Investoren stärkt dies die Glaubwürdigkeit des Fonds, da Oman bestrebt ist, langfristiges Kapital anzuziehen und seine Rolle in den globalen Investitionsströmen auszubauen.
Mit Rekordgewinnen, einer führenden Performance an den öffentlichen Märkten und einer verbesserten Unternehmensführung deuten die Ergebnisse der Behörde für das Jahr 2025 auf einen umfassenden Wandel im Wirtschaftsmodell Omans hin: den Einsatz staatlicher Mittel zur Erzielung von Renditen, zur Gewinnung ausländischer Investitionen, zur Umstrukturierung staatlicher Vermögenswerte und zum Aufbau einer stärker international vernetzten Investitionsplattform.
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In Thüringen ist ein großangelegtes Forschungsprojekt zur nächsten Generation der Nanostrukturierung gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickeln gemeinsam eine Hochpräzisionsmaschine, die Nanostrukturen auf Flächen von bis zu einem Quadratmeter erzeugen und vermessen soll. Die geplante 3D-Nanolithographie- und Nanomessmaschine (3D-NLM) soll dabei eine Positionierungsgenauigkeit erreichen, die kleiner ist als ein Atom. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die erste Projektphase bis 2027 im Rahmen des Programms „Neue Geräte für die Forschung“ mit vier Millionen Euro.
Mit dem Vorhaben zielt das Konsortium auf eine Größenordnung, die bestehende Anlagen deutlich übertrifft. Bisher lassen sich hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen nach Angaben der Projektbeteiligten nur bis zu einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern zuverlässig herstellen. Die neue Anlage soll Bearbeitungen und Messungen von Bauteilen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter ermöglichen – und damit eine mehr als dreifache Vergrößerung der nutzbaren Fläche erschließen. Die Entwicklungsarbeiten an der Maschine sind angelaufen; das Gesamtprojekt ist in drei Phasen bis 2032 angelegt.
Nanostrukturen gelten seit rund zwei Jahrzehnten als Schlüsseltechnologie, weil sie Licht gezielt beeinflussen können, indem sie dessen Wellenlänge und Ausbreitung steuern. Solche Strukturen finden sich bereits heute in großflächigen Bauteilen, etwa in Displays moderner Fernsehgeräte, die auf Nanotechnologie basieren. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher reicht die Genauigkeit bestehender industrieller Lösungen jedoch nicht aus, um künftige Anforderungen in zentralen wissenschaftlichen und technologischen Anwendungsfeldern zu erfüllen.
Die in Thüringen entstehende 3D-NLM soll genau diese Lücke adressieren. Perspektivisch könnte die Maschine zur Fertigung und Charakterisierung elektronischer und photonischer Schaltkreise ebenso eingesetzt werden wie zur Herstellung von Hochleistungsoptiken für die Erdbeobachtung. Auch in der Energieforschung sehen die Projektpartner potenzielle Einsatzfelder. Durch die Kombination aus großflächiger Bearbeitung und atomnaher Präzision erhoffen sich die Beteiligten einen technologischen Sprung, der sowohl der Grundlagenforschung als auch der Entwicklung neuer Komponenten in der Optik- und Elektronikindustrie zugutekommen könnte.