Das Unternehmen tritt nach einem erfolgreichen Early-Access-Programm in die Kommerzialisierungsphase ein und ernennt Adrian Arechiga zum Chief Commercial Officer
OBERKOCHEN, Deutschland, 15. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Revolune gab heute die kommerzielle Verfügbarkeit seines Portfolios an Multiplex-Immunfluoreszenz-Reagenzien und den offiziellen Start seiner Vermarktungsaktivitäten bekannt. Dieser Meilenstein markiert den Übergang des Unternehmens von der frühen Entwicklungsphase zur Marktreife mit Reagenzlösungen, die effiziente, reproduzierbare und skalierbare Arbeitsabläufe in der räumlichen Biologie für die translationale Forschung, die Biopharmabranche und die Entdeckung von Biomarkern unterstützen sollen.
Die räumliche Biologie gewinnt für das Verständnis der Gewebearchitektur, von Krankheitsmechanismen und des Ansprechens auf Therapien zunehmend an Bedeutung. Viele Arbeitsabläufe für die Multiplex-Gewebeanalyse sind jedoch aufgrund der Komplexität der Assays, langwieriger Protokolle und des hohen Arbeitsaufwands nach wie vor schwer umzusetzen und zu skalieren. Revolune wurde gegründet, um diese Herausforderungen anzugehen, indem die Multiplex-Immunfluoreszenz für den täglichen Laborbetrieb zugänglicher gemacht wird.
Die Reagenzienplattform des Unternehmens ermöglicht es Forschern, mehrere Proteinbiomarker in intaktem Gewebe zu visualisieren und dabei vorhandene Primärantikörper sowie etablierte Laborpraktiken zu nutzen. Durch die Reduzierung der Komplexität der Arbeitsabläufe und die Vereinfachung der Assay-Durchführung hilft Revolune Laboren dabei, ihre Multiplex-Fähigkeiten zu erweitern, ohne den betrieblichen Aufwand wesentlich zu erhöhen.
Vor der Markteinführung wurde die Technologie von Revolune im Rahmen eines Early-Access-Programms evaluiert, an dem mehr als 30 Labore aus akademischen, translationalen und biopharmazeutischen Forschungsumgebungen teilnahmen.
„Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein für Revolune, da wir nun in die kommerzielle Phase eintreten", sagte Florian Leiss, Chief Executive Officer von Revolune. „Nutzer des Early-Access-Programms haben uns immer wieder mitgeteilt, dass sie die biologischen Erkenntnisse nutzen möchten, die das Multiplexing bietet, aber nicht die Komplexität, die oft damit einhergeht. Unsere Markteinführung spiegelt dieses Feedback wider. Wir konzentrieren uns darauf, praktische Multiplexing-Lösungen anzubieten, die sich nahtlos in Laborabläufe einfügen und es Forschern ermöglichen, mehr Zeit mit der Interpretation biologischer Daten und weniger Zeit mit der Verwaltung von Assays zu verbringen."
Das erste kommerzielle Angebot unterstützt die Multiplex-Proteinanalyse in konservierten Gewebeproben und ist für Anwendungen in der onkologischen Forschung, der translationalen Medizin und der Biomarker-Entwicklung gedacht. Das Unternehmen plant, sein Portfolio weiter auszubauen, um Arbeitsabläufe in der räumlichen Biologieforschung noch besser zu unterstützen.
Im Rahmen seiner Marktreife gab Revolune außerdem die Ernennung von Adrian Arechiga zum Chief Commercial Officer bekannt. In dieser Funktion wird Arechiga die kommerzielle Strategie des Unternehmens sowie globale Wachstumsinitiativen leiten.
„Forscher benötigen Lösungen, die wissenschaftlich fundiert, aber auch praktisch, skalierbar und einfach zu implementieren sind", sagte Adrian Arechiga, Chief Commercial Officer von Revolune. „Wir möchten Laboren dabei helfen, die Multiplex-Gewebeanalyse effizienter durchzuführen, indem wir Reagenzien bereitstellen, die Arbeitsabläufe vereinfachen und es Forschern ermöglichen, sich auf die Erzielung aussagekräftiger biologischer Ergebnisse zu konzentrieren."
Informationen zu Revolune
Revolune ist ein Life-Science-Unternehmen, das sich dafür einsetzt, die Multiplex-Immunfluoreszenz so zugänglich und praktisch wie die routinemäßige Gewebeanalyse zu machen. Seine Reagenztechnologien sind darauf ausgelegt, Arbeitsabläufe in der räumlichen Biologie zu vereinfachen, die operative Komplexität zu reduzieren und es Laboren zu ermöglichen, sich auf biologische Fragestellungen statt auf das Assay-Management zu konzentrieren. Revolune unterstützt Forscher in den Bereichen Onkologie, translationale Medizin und biopharmazeutische Entwicklung mit skalierbaren Multiplex-Lösungen, die für reale Laborumgebungen entwickelt wurden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.revolune.com
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Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.
Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.
Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.