PARIS, 16. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Sopra Steria gab heute eine Ausweitung seiner strategischen Zusammenarbeit mit Red Hat, dem weltweit führenden Anbieter von Open-Source-Lösungen, bekannt, um „sovereign-ready" eingebettete KI zu industrialisieren – vom Rechenzentrum bis hin zu Feldgeräten mit äußerst begrenzten Ressourcen.
Die am Eröffnungstag der Eurosatory angekündigte Initiative zielt auf Bereiche ab, in denen der Einsatz von KI am schwierigsten und am wichtigsten ist. Verteidigungssysteme, öffentliche Dienste und kritische Infrastrukturen müssen auch bei einem Ausfall der Netzverbindung weiter funktionieren, wobei Daten und Modelle unter ihrer eigenen Kontrolle bleiben müssen.
Für Sopra Steria, ein europäisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf kritischen Systemen und regulierten Branchen, ist dies das erste standardisierte Edge-Angebot, das vollständig auf offenen Standards basiert.
Zwar haben viele Organisationen bereits erfolgreich mit KI experimentiert, doch der Übergang vom Proof-of-Concept zum zuverlässigen Einsatz in der Praxis stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar. Red Hat stellt die offenen Bausteine bereit. Sopra Steria integriert, sichert und betreibt diese als einsatzbereites, zertifiziertes System für den Einsatz vor Ort. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Unternehmen dabei unterstützen, den Übergang von experimentellen Pilotprojekten zu einer im Produktionsmaßstab einsetzbaren KI zu vollziehen.
Die Initiative vereint den gesamten KI-Lebenszyklus in einer einzigen Hybrid-Cloud-Umgebung. Red Hat OpenShift AI zentralisiert das Modelltraining und das Lebenszyklusmanagement, Red Hat Device Edge ermöglicht die Ausführung schlanker Modelle auf Feldgeräten mit sehr begrenzten Ressourcen, und Red Hat Edge Manager automatisiert die Wartung und Aktualisierung großer Geräteflotten, einschließlich solcher, die unter eingeschränkten oder unregelmäßigen Verbindungsbedingungen betrieben werden.
Echtzeit-Informationen über kritische Sektoren hinweg
Diese gemeinsame Initiative bietet einen standardisierten Lebenszyklus für Edge-Anwendungen, ermöglicht eine schnellere Verarbeitung und gewährleistet die Betriebskontinuität dort, wo Entscheidungen vor Ort getroffen werden müssen.
Beispiele hierfür sind:
Die autonome, automatisierte KI-Fabrik-Pipeline
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht eine durchgängig automatisierte KI-Fabrik-Pipeline, die auf einer einheitlichen Hybrid-Cloud-Umgebung auf Basis von Red Hat-Technologien aufbaut.
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Medienkontakt: Aurélien Flaugnatti, aurelien.flaugnatti@soprasteria.com
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Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.
Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.
Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.
Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.