SHANGHAI, 22. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Shanghai Zhenhua Heavy Industries (ZPMC) hat kürzlich Journalisten zu einem Tag der offenen Tür bei Nantong Zhenhua Heavy Equipment Manufacturing Co. willkommen geheißen, einer seiner wichtigsten Produktionsstätten. Das Unternehmen präsentierte seine Fähigkeiten im Bereich der Herstellung großer Stahlkonstruktionen, der Offshore-Technik und der Offshore-Energieübertragungsinfrastruktur und hob seine Aktivitäten in den Bereichen Schiffstechnik und Stahlbrückenbau hervor.
Die Besucher besichtigten drei wichtige Einrichtungen: das Innovation Exhibition Center, die automatisierte Stahlblechfertigung und die Großprofilmontage. Sie sahen, wie Automatisierung und digitale Systeme in der Stahlbauproduktion eingesetzt werden. Durch den Einsatz automatisierter Produktionslinien, robotergestützter Schweißzellen und eines BIM-Systems (Building Information Modeling) kann ZPMC komplexe Stahlkomponenten mit engen Toleranzen herstellen. Die Anlage kombiniert automatisierte Arbeitsabläufe mit strengen Qualitätskontrollmaßnahmen, um die Konsistenz großer Stahlkonstruktionen zu gewährleisten.
Im Mittelpunkt des Tages der offenen Tür stand die größte Offshore-Konverterstation der Welt, die am Kai der Nantong Zhenhua Heavy Equipment Manufacturing Co. Die Station ist eine Kernkomponente eines Offshore-Windkraftprojekts zur flexiblen Gleichstromübertragung, das vom Unternehmen als das weltweit größte und leistungsstärkste seiner Art bezeichnet wird. Mit einem Gewicht von rund 25.000 Tonnen und einer installierten Leistung von 2.000 MW soll es nach seiner Inbetriebnahme jährlich etwa 7,7 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom liefern. Die Station verwendet einen Ansatz, bei dem die Struktur an Land zusammengebaut, als eine Einheit transportiert und mit der Float-Over-Methode installiert wird, was die zunehmende Größe und Komplexität von Tiefsee-Offshore-Projekten widerspiegelt.
Nantong Zhenhua Heavy Equipment Manufacturing Co. Ltd. ist ein bedeutender Hersteller von großen Stahlbrücken und Offshore-Windkraftanlagen mit einer jährlichen Produktionskapazität von mehr als 500.000 Tonnen Stahlkonstruktionen. Mit den Hochseetransportschiffen des Unternehmens können ultra-breite, ultra-hohe und ultra-schwere Produkte an Bestimmungsorte in der ganzen Welt geliefert werden. ZPMC hat an Projekten wie der San Francisco-Oakland Bay Bridge (USA), dem West Gate Tunnel (Australien), der Pelješac-Brücke (Kroatien) und der Maputo-Brücke (Mosambik) mitgearbeitet. Im Laufe der Jahre wurden die Projekte des Unternehmens mit Preisen ausgezeichnet, darunter die International Bridge Conference (IBC) Awards und der Luban-Preis.
ZPMC erklärte, dass es seine Aktivitäten in den Bereichen Stahlbrückenbau, Offshore-Windenergie und Schiffstechnik weiter ausbauen wird.
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Thyssenkrupp zieht beim geplanten Verkauf seiner Stahlsparte an den indischen Konkurrenten Jindal vorerst die Reißleine. Beide Unternehmen haben vereinbart, die seit September laufenden Gespräche auszusetzen. Nach Angaben des Essener Industriekonzerns soll die Neuaufstellung von Thyssenkrupp Steel nun aus eigener Kraft konsequent weiterverfolgt werden. Konzernchef Miguel López betonte, die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung des Geschäfts seien „so gut wie lange nicht mehr“.
Im Hintergrund steht ein deutlicher Stimmungsumschwung im europäischen Stahlsektor. Thyssenkrupp verweist auf „große Fortschritte bei der Neuausrichtung“ des Segments und ein deutlich verbessertes Umfeld. Die Europäische Union habe die Bedeutung der Stahlproduktion für die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten erkannt und den Willen bekundet, die europäische Stahlindustrie stärker gegen globale Überkapazitäten und Dumping abzuschirmen. Zudem will Brüssel die Umstellung auf eine klimafreundliche Stahlproduktion weiter unterstützen.
Auch operativ hat sich die Lage bei Thyssenkrupp Steel zuletzt aufgehellt. Die Sparte, historischer Kern des Ruhrkonzerns, legte im laufenden Geschäft zu. Parallel läuft jedoch ein tiefgreifender Umbau: Zur Sanierung des Bereichs sollen in den kommenden Jahren bis zu 11.000 der rund 26.000 Stellen gestrichen oder ausgelagert werden. López hatte bereits zuvor erklärt, je erfolgreicher die Neuausrichtung umgesetzt werde, desto attraktiver werde das Stahlgeschäft für Kapitalmarkt und Investoren – „ob mit oder ohne Jindal“.
Der vorläufige Verkaufsstopp bedeutet keinen endgültigen Verbleib der Stahlsparte im Konzern. Mittelfristig hält Thyssenkrupp an dem Ziel fest, sich vom Stahlgeschäft zu trennen. Gewerkschaften wie die IG Metall drängen derweil auf Klarheit und fordern ein Ende der Verkaufsüberlegungen ohne „Hintertür“. Sie verlangen Gespräche über ein Modell, mit dem sich der Stahlbereich eigenständig und aus eigener Kraft verselbstständigen könnte. Während frühere Versuche für einen Verkauf, ein Joint Venture oder einen Börsengang gescheitert sind, setzt das Management nun darauf, den Wert des Bereichs vor einem möglichen nächsten Schritt weiter zu steigern.